Wir über uns...

Am Anfang waren die Übergriffe...

Herbst 1999 in Bern: Um den alltäglich gewordenen Übergriffen von Nazi- Skins auf AusländerInnen, Andersdenkende und Punx endlich Einhalt bieten zu können, tun sich in Bern verschiedene Gruppen und Einzelpersonen im Bündnis Alle gegen Rechts zusammen. Gruppen aus der ausser- parlamentarischen Linken, "Recherche-" und "Strassen-Antifas" bündeln ihre Kräfte und koordinieren ihr Vorgehen.
Mit antifaschistischen Abendspaziergängen, Demos und direkten Aktionen gelingt es schliesslich, die Öffentlichkeit auf den zunehmenden Rassismus und die rechte Gewalt aufmerksam zu machen und die Faschoschläger- Innen zurück zu drängen.

Der Kampf geht weiter: Gegen Kapitalismus und Herrschaft! Für Basisdemokratie und Selbstbestimmung!

Von Anfang an richtete sich unser Kampf nicht ausschliesslich gegen die NazischlägerInnen auf der Strasse - sie sind nur die Spitze des Eisbergs in dieser unsolidarischen, kapitalistischen, sexistischen, autoritären und ras- sistischen Gesellschaft!

Wir sind der Überzeugung, dass das kapitalistische System auch mit seiner bürgerlich-demokratischen Herrschaftsform - und ohne offenen Faschis- mus - den Ausgebeuteten und Unterdrückten genügend Gründe liefert um dagegen anzukämpfen.

Unser Antifaschismus konkret:

1. Wir wollen aufklären, über faschistische Organisationen informieren, die Öffentlichkeit sensibilisieren, um so die Zivilcourage zu fördern und gegen das Vergessen anzukämpfen.

2. Solidarische Widerstandsstrukturen aufbauen und fördern. Bedrohte Menschen und Strukturen schützen.

3. Präsent sein im öffentlichen Raum, uns weder von FaschistInnen noch von den Bullen verdrängen und wegprügeln lassen.

4. Bestehende faschistische Organisationen und Banden schwächen, um ihren Zuwachs zu stoppen und ihre Ausdehnung zu verhindern.

5. Schon hier und heute soweit möglich einen solidarischen, antirassis- tischen, antisexistischen, antikapitalistischen Alltag leben, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf der Gasse, im eigenen Umfeld und Freundeskreis, so schwierig es auch sein mag.

6. Uns ist klar, dass „kein richtiges Leben im Falschen“ möglich ist. Dass eine Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung, ohne Sexismus und Ras- sismus erst möglich sein wird, wenn wir das herrschende System über- wunden haben und die Produktion nach den Bedürfnissen der Menschen eingerichtet ist. Deshalb unterstützen wir Bestrebungen, die eine revolu- tionäre Überwindung der herrschenden Verhältnisse anstreben.

Faschismus bekämpfen: Auf verschiedenen Ebenen - mit verschiedenen Mitteln!

Kein Raum den Nazis - Nirgendwo!

Kapitalismus macht üs aui fertig – drum uf zum Kampf zur Wäuterrettig!

Schliesst euch an oder bildet eigene antifaschistische/antikapitalistische Gruppen!

Bündnis Alle gegen Rechts